Heimniederlage gegen Suchsdorf – Rubies benötigen nun Schützenhilfe


DDie Erwartungen waren groß. Rund 500 Zuschauer sorgten beim letzten Heimspiel der Saison für eine stimmungsvolle Kulisse und beste Werbung für den Tennissport in Bremen. Bei bestem Tenniswetter wollten die BTC Rubies im direkten Duell gegen den Suchsdorfer SV ihre Chance auf den Klassenerhalt wahren. Doch statt des erhofften Befreiungsschlags folgte die große Ernüchterung.

Bereits nach den Einzeln war die Begegnung praktisch entschieden. Zwar sicherte Svyatoslav Gulin den Rubies nach großem Kampf mit 4:6, 7:6(9) und 10:4 gegen Raphael Perot den einzigen Bremer Einzelpunkt. In drei weiteren Partien fehlte jedoch nur das berühmte Quäntchen Glück: Tarek Erlewein, Bruno Pujol Navarro und Lenn Lümkemann unterlagen jeweils erst im entscheidenden Match-Tiebreak. Egor Gerasimov und Aleksandre Metreveli mussten sich ihren Gegnern in zwei Sätzen geschlagen geben. So stand bereits nach den Einzeln ein ernüchterndes 1:5 auf der Anzeigetafel. 

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd in den Doppeln erfüllte sich nicht mehr. Zwar verkürzten Gulin und Gerasimov mit einem hart umkämpften Sieg auf 2:5, die beiden weiteren Doppel gingen jedoch an die Gäste aus Suchsdorf. Damit stand am Ende eine deutliche 2:7-Heimniederlage fest. 

Für die BTC Rubies ist diese Niederlage ein schwerer Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Rechnerisch ist der Ligaverbleib zwar weiterhin möglich, aus eigener Kraft können die Bremer den Klassenerhalt jedoch nicht mehr schaffen. Neben zwei Siegen in den verbleibenden Auswärtsspielen in Aachen und Berlin benötigen die Rubies nun Schützenhilfe der Konkurrenz.
Besonders bitter ist der Blick auf den bisherigen Saisonverlauf. Gleich mehrere Begegnungen gingen denkbar knapp mit 4:5 verloren, zahlreiche Match-Tiebreaks entschieden zugunsten der Gegner. Auch gegen Suchsdorf hätten nur wenige Ballwechsel den Spielverlauf deutlich enger gestalten können.

Trotz der sportlichen Enttäuschung überwog nach dem Spiel auch der Dank. Die Unterstützung der rund 500 Zuschauer, der zahlreichen Helfer sowie der Sponsoren und Partner war einmal mehr außergewöhnlich und zeigte, welchen Stellenwert Bundesliga-Tennis inzwischen in Bremen genießt. Die Rubies werden in den beiden verbleibenden Auswärtsspielen alles daransetzen, ihre letzte Chance zu nutzen und die Saison mit erhobenem Kopf zu beenden.